Ortsinformationen von Umhausen und den Weilern
Umhausen
Das Talbecken von Umhausen liegt zwischen zwei Bergstürzen.
Von Ötz kommend, sperrt das "Gstoag" bei Tumpen erstmals das Tal, hinter Umhausen ist es der Riegel des Tauferberges.
Auf der zweiten Talstufe des Ötztales gelegen, gilt unser Dorf als die älteste Dauersiedlung des Tales.
Bereits um 1000 n. Ch. kamen bajuwarische Einwanderer, die sich in dem vorerst nur als Weidegebiet genutzten Talbecken niederließen.
Doch früher als das unwirtliche und von Muren und Gletscherausbrüchen bedrohte Umhauser Becken war das Hairlachtal, in dem heute Niederthai liegt, besiedelt.
Bereits vor 1145 können hier Schwaighöfe nachgewiesen werden.
1220 wird in Umhausen eine kleine Kirche genannt, deren Seelsorger für das ganze Gebiet zuständig war.
In den ältesten Urkunden des Klosters Frauenchiemsee, zu dessen Hoheitsgebiet dieser Talabschnitt gehörte, hieß das Dorf
Umbhausen und Umbehusen.
Ebenfalls urkundlich belegt sind die Nennungen Nidirtaige (Niederthai) - 1145 - und Tumpein (Tumpen) - 1288.
In den Chroniken des Klosters Ottobeuren, das zu Frauenchiemsee gehörte, werden hierSchwaighöfe erwähnt. 

Text und Bilder: vom Ötztal Tourismus - Information Umhausen u. Niederthai
www.oetztal-mitte.com und Harald Frischmann www.oetztalurlaub.at
Farst bei Umhausen Der Adlerhorst des Ötztales
1.482 Meter Seehöhe
Beinahe schon etwas außergewöhnlich mutet der Weiler Farst, auch Adlerhorst des Ötztales genannt, an.
Hoch über der sagenumwobenen Engelswand gelegen, werden Besucher, die den Anstieg durch in steilen Fels geschlagene Serpentinen wagen, mit traumhaftem Panorama und herzlicher Gastfreundschaft belohnt.
Farst zählt zu den ältesten Ansiedlungen des Tales,
schon im 13. Jahrhundert wurde hier ein Schwaighof gegründet.
Ein Geheimtipp für Naturliebhaber ist auch die Reich-Alm, die man erreicht, wenn man nochmals ca. 1 1/5 Std. weiter wandert. 
Bild und Text: vom Ötztal Tourismus - Information Umhausen u. Niederthai
www.oetztal-mitte.com
Köfels wie ein Sonnenbalkon über dem Ötztal
Zahlreiche gut gepflegte Wanderwege, Lauf- und Walkingstrecken werden dem Bewegungsdrang gerecht. Hochalpine Hütten und massive Berggipfel, davon einige mehr als 3.000 m hoch, bereiten Bergfreunden unbeschreibliche Erlebnisse. 
Bild und Text: vom Ötztal Tourismus - Information Umhausen u. Niederthai
www.oetztal-mitte.com
Niederthai 
Bild und Text: vom Ötztal Tourismus - Information Umhausen u. Niederthai
www.oetztal-mitte.com
Tumpen bei Umhausen 
Bild und Text: vom Ötztal Tourismus - Information Umhausen u. Niederthai
www.oetztal-mitte.com
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Die Geschichte zum Ötztal - Geologie - Kultur und Dialekt
Das Ötztal liegt komplett im kristallinen Bereich, seine umgebenden Berge bestehen aus Paragneis und Granitgneisen, Hornblenden (südlich von Längenfeld), Glimmerschiefer (südliche Ötztaler Alpen) und hinter Obergurgl etwas Marmor. Die schieferigen Gesteine verwittern leichter und bilden die Grundlage für Vegetation und damit die höchstgelegene Dauersiedlung der Ostalpen.
Das Gestein ist arm an Erzen, und Mineralien finden sich nur über dem Sulztal und am Granatkogel. Der Block der Ötztaler Alpen entstand einst weiter im Süden und wurde durch den Druck der Alpenbildung verschoben. Ein Teil wurde bereits vor 450 Millionen Jahren umgeformt, ein anderer Teil vor etwa 300 Millionen Jahren.
Die spektakulärste Bergsturzlandschaft befindet sich am Eingang des Ötztals, wo der Abbruchschutt des Tschirgant bis weit in die Ötztalmündung reicht und nur trockenen Föhrenwald zulässt. Ein weiteres bedeutendes Bergsturzgebiet ist Köfels bei Umhausen: Der sonst im Ötztal nicht vorkommende Bimsstein stellte die Geologen lange vor ein Rätsel. Es wurde von den Bauern lange als Baumaterial oder zum Scheuern von Holzfässern verwendet. Hypothesen wurden aufgestellt, dass der Bimsstein bei einem Vulkanausbruch oder einen Meteoriteneinschlag entstanden sei. Neuere Untersuchungen gehen jedoch von einem massiven Bergsturz aus, der durch seine Reibungshitze den Gneis zu einem dem Bimsstein ähnlichen, heute als Köfelsit bekannten Gestein, umgewandelt haben soll. Das Ereignis wurde auf die Zeit vor etwa 8700 Jahren datiert. Über 3 km³ Gestein mit einer Masse von rund 5 Milliarden Tonnen ergossen sich dabei über eine Fläche von 12 km².
Das Kulturleben wird trotz gelegentlicher Vereinnahmung durch den Tourismus in Musikkapellen, Trachtenvereinen und Schützenkompanien (Traditionsvereine) gepflegt.
In Längenfeld ist der Freistaat Burgstein, ein Kunstforum als Sommeratelier eingerichtet. Der 1938 in Längenfeld geborene Volkskundler, Mundartdichter und Bergbauer Hans Haid kritisiert in seinen Werken die Auswüchse des Massentourismus und ist Begründer mehrerer Initiativen für die regionale Entwicklung.
Das Ötztal gehört zum tirolisch-südbairischen Dialektgebiet, gilt aber aufgrund seiner relativ langen Konservierung durch die verkehrsmäßige und geografische Abgeschiedenheit als eine der ältesten Sprachformen des Südbairischen. Das äußere Ötztal steht dabei noch unter dem Einfluss des Oberinntals, das innere unter dem des Passeier- und Schnalstals in Südtirol, während im mittleren Ötztal die sprachlichen Eigenheiten am ursprünglichsten konserviert sind, etwa der Vokal- und Silbenreichtum des Früh-Mittelhochdeutschen.
Typisch ist etwa der Erhalt der Vorsilbe ge- (wie in gewesn, geköfet), Bildung der Vokale ö und ü (höech, güet, Röck) sowie die Beibehaltung der altmittelhochdeutschen Auslautverhärtung in ich/dich/mich (die im Süd- und Mittelbairischen verloren ging). Alemannische Einflüsse zeigen sich in Löb (Laub statt bairisch Lab), numma (bairisch nimma) und nuicht (nicht).
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